Fruchtzucker ist ungesünder als gedacht

Wie bei anderen Inhaltsstoffen auch, macht die Dosis das Gift. Und diese Dosis ist bei Fruchtzucker relativ gering: 30 g pro Tag. Alles darüber ist belastend für Leber und Dickdarm. Das hat bei vielen Menschen unangenehme Folgen: Blähungen und Durchfälle sind die harmloseren Begleiter, die Fettleber schon dramatischer.

Wie Fruchtzucker die Leber verfettet …
Fettleber

Wie kann etwas, das so gesund klingt, schädlich für die Leber sein? Und immerhin sind in Österreich 20 – 30 % davon betroffen: Die Rede ist von der Fettleber (siehe Abbildung). In diesem Fall eine sogenannte NAFLD (Nicht-alkoholische Fettleber-Erkrankung; engl. Non-Alcoholic Fat-Liver Desease). Zuviel Fruchtzucker wird in Fett umgewandelt. Dieses Fett lagert sich in der Leber selbst ab. Fruchtzucker verfettet die Leber sozusagen. Und das Fett setzt am Bauch an. Ein besonderes Fettleberrisiko haben Menschen, die an einer sogenannten hereditären Fruktoseintoleranz leiden. Aufgrund einer Enzymstörung kann Fruktose generell in der Leber nicht mehr abgebaut werden und reichert sich dort an. Davon betroffen sind aber nur 1 von 20.000.

… und den Dickdarm stört

Fruchtzucker macht an sich noch keine Schwierigkeiten im Darm. Erst, wenn zuviel davon im Darm bleibt, können Beschwerden auftreten. Für den Übertritt vom Darm ins Blut sind 2 Transporter zuständig namens GLUT-2 und GLUT-5. Je weniger man von den beiden hat, desto mehr verbleibt im Darm und macht Probleme wie Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe bis hin zu Depressionen (Der Darm steht mit dem Gehirn in Verbindung!).

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Die beiden Fotos zeigen, wie du Fruchtzucker einsparen kannst

Fruktose viel
Fruktose wenig

Fruchtzucker-Bomben

LebensmittelFruchtzucker in g
1 Apfel9
0,5 l Fruchtsaft33
3 EL Müsli8
1 Smoothie9
0,5 l Limonade (USA)*> 13 g
1 Becher Diät-Fruchtjoghurt9
1 Fruchtschnitte18

* Limonaden werden in den USA mit Maissirup gesüßt, das mehr Fruktose als Glukose enthält.

(!!!) Bis September 2017 enthalten Limonaden in der EU „normalen“ Haushaltszucker. Ziemlich sicher werden nach dem September auch in der EU maissiruphaltige Limonaden auf den Markt kommen. Und natürlich auch Maissirup in Joghurts, Soßen, usw.

„Wer Obst isst, braucht nicht zu befürchten, eine Fettleber zu bekommen. Problematisch sind aber konzentrierte Fruchzuckermengen in Smoothies, Fruchtsäften und Limonaden!“

Alexander Osl

So wird Fruchtzucker zu Bauchfett

Lange dachte man, dass zuviel Fruchtzucker nur aufgrund der enthaltenen Kalorien zu Übergewicht führt. Mittlerweile wissen Mediziner, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Fruchtzucker wird nämlich bedeutend schneller direkt in Fett umgebaut als „normaler“ Zucker. Auch Glukose wird in Fett umgewandelt, das sich aber subkutan (unter der Haut) überall im Körper verteilt. Fett aus Fruchtzucker lagert sich am Bauch ab. Dieser Unterschied entsteht, weil Glukose grundsätzlich völlig anders verstoffwechselt wird als Fruktose.

Leider ist das am Bauch abgelagerte Fett viel gesundheitsschädlicher als Fett, das wir woanders im Körper finden. Bluthochdruck, Diabetes und Schlaganfall sind nur einige der mit erhöhtem Bauchfett erhöhten Risikofaktoren.

Wie es Andrea gelungen ist, 17 kg Körperfett zu reduzieren, kannst du hier erfahren:


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Literaturnachweise und Studien:

Fruktose im Fokus von Gastroenterologie und Hepatologie, Journal für Ernährungsmedizin2016; 18 (1), 6-9

Diplomarbeit „Auswirkungen des Fruktosemetabolismus auf die Entwicklung des Metabolischen Syndroms“, Catharina Göksun, Univ. Wien, Studium der EW, Studienkennzahl lt. Studienblatt A474

OUYANG, X., CIRILLO, P., SAUTIN, Y., MCCALL, S., BRUCHETTE, J. L., DIEHL, A. M., JOHNSON, R. J., ABDELMALEK, M. F. (2008). Fructose consumption as a risk factor for non-alcoholic fatty liver disease. Journal of hepatology, 48(6), 993–999.

Jürgens et al., Obesity Research, 13:1146-1156, 2005), Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, www.dife.de

Ein großes „Danke“ an Sabrina Solderer für ihr professionelles Bodypaint:

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